Der Golf von Gaeta

Der Golf von Gaeta liegt im Süden Latiums zwischen Rom und Neapel.

Ein Geheimtipp für Kultur- und Naturliebhaber, Italienfans und diejenigen die ganz entspannt das Meer und das italienische “dolce vita“ genießen möchten.

Der Golf von Gaeta ist umrahmt von der gigantischen Bergkette der Aurunker Berge, die sich in eine Höhe von bis zu 1500 Meter erheben und deren Ausläufer sich bis zum Meer hin erstrecken.

Folglich ist die Küste sehr bewegt: es gibt Felsvorsprünge, kleine Buchten, kilometerlange Sandstrände und Hügel die mit mediterraner Macchia bewachsen sind. 

Die Halbinsel Gaeta, die Stadt  Formia  mit seinen charakteristischen Bergdörfern und die Gemeinde Minturno mit den Bedeorten Scauri und Marina di Minturno liegen direkt an der Küste. 

    

Im Landinnern findet man auf kleinen Hügeln oder an Hängen der Aurunker Berge antike typische Bergdrfer wie Lenola, Campodimele, Itri, Spigno Saturnia, Santi Cosma e Damiano und Castelforte mit den Termalbädern Suio Terme.

Vor der Küste liegen die Pontinischen Inseln (Ventotene, Ponza) und Ischia welche, je nach Witterung und Saison, sehr genau oder kaum sichtbar sind.Die Inselgruppe, vulkanischen Ursprungs, ist bekannt für malerische Buchte, kleine Strände, besonders klares Wasser. Sie ist ein paradies für Taucher.

Zu den Pontinischen Inseln gibt es täglich eine Fährverbindung vom Hafen von Formia aus.

Landschaftlich gesehen ist das Gebiet vom Golf von Gaeta einmalig: man findet typische Küstenlandschaft, liebliche, grüne Hügel die mit Oliven und Zitronenbäumen bewachsen sind und Berglandschaft.

An der Küste lädt das Naturschutzgebiet Parco Riviera di Ulisse ein zu Erkundungen und Spaziergängen.

Die Biodiversität im Park ist sehr hoch. Besonders ist das Vorhandensein des letzten Waldes, der hauptsächlich aus Korkeichen besteht. Der niedrige Unterwald ist besonders farbenfroh im Frühjahr: das Gelb des Ginsters, das Weiß der Erika, das Purpur der Iris steht dem Grün der Myrte, des Mastixbaumes und der Zistrose entgegen. Und dann das Alpenveilchen, und die Orchideen. Entlang der Küste erheben sich einzelne Gruppen von Aleppokiefern über den Kalkfelsen und spiegeln sich im Blau des Meeres.

            

Der Korkeichenwald bietet dem Fuchs Unterschlupf. Mit viel Glück kann man auch das Stachelschwein oder den Mauswiesel antreffen. Diskrete und leise Anwesenheiten sind auch die des  Igels und der Landschildkröte. Äußerst reich ist die Vogelwelt, sowohl was Wandervögel als auch Standvögel angeht. Es gibt Blaumeisen, Kohlmeisen, Diestelfinken, Eichelhäher,  Wiedehopfe, Mauersegler und Möwen. Manchmal sieht man auch den Kormoran, Seiden- und Graureiher, Turmfalken und andere Greifvogelarten.

Außer der Flora und Fauna sind hier bedeutende Überreste aus der Römerzeit zu bewundern: die Reste der Villa Mamurra (50 v. Chr.) mit den vor kurzem restaurierten Termen befinden sich in Gianola,, auf dem Monte Orlando in Gaeta ist das Mausoleum des L. M. Planco zu sehen und in Sperlonga findet man die Reste der Villa des Tiberio (100 v. Chr.).

    

Für längere Wanderungen eignet sich hervorragend das Naturschutzgebiet der Aurunker Berge( Parco Naturale dei Monti Aurunci). Das Panorama von dort aus erstreckt sich vom Vesuv bis zum Circeo. Der Zauber ist einzigartig, auch wegen der kurzen Entfernung zum Meer trotz der erheblichen Höhenlage.

Die dem Meer zugewandten Hänge sind karg wegen  des Einflusses der Meereswinde und mit Ginster, Mastixbäumen, Myrten, Salbei und Erika bewachsen. Auf den Nordhängen gedeiht eine üppige Vegetation mit Eichenwäldern, Hain- und Rotbuchen. Bedeutend ist auch das Vorkommen von über 50 wilden Orchideenarten.

Hier arbeiten Bergbauern im Einklang mit der Natur. Der Wanderer findet nicht allzu selten Kuh- und Ziegenherden und halbwilde Pferde.

      

Für begeisterte Free-climber gibt es Routen mit verschiedenen Schwierigkeitsgeraden an der Küste zwischen Sperlonga und Gaeta.

Kulturbegeisterte haben ausgiebig die Möglichkeit in der nahen Umgebung zyklopische Mauern aus der vorrömischen Zeit der italischen Völker – Ausonier, Aurunker, Volsker-  zu bewundern. Aus der römischen Zeit findet man Überreste von Aquädukten, Thermengebäuden, Fischzuchtbecken, Sommerresidenzen, Teile der antiken Via Appia und Reste der Stadt Minturnae mit dem Amphitheater.
     

Stündliche Zugverbindungen von den Bahnhöfen Formia und Scauri-Minturno bringen sie in die ewige Stadt Rom und nach Neapel.

Außerdem kann man in Tagesausflügen Monte Cassino, Pompei, die Amalfiküste und den Nationalpark Abruzzen erreichen.

 Das milde mediterrane Klima, der Golf von gaeta ist durch die Aurunker Berge vor kalten Winden geschützt, ermöglicht auch einen angenehmen Aufenthalt außerhalb der Saison.

ENTFERNUNGEN:

Rom: 140 Kilometer

Neapel: 80 Kilometer

Monte Cassino: 40 Kilometer

Amalfiküste: 100 Kilometer

Pompei:

Nationalpark Abruzzen: